Eine Idee ist noch keine Geschichte. Und doch beginnt mit ihr alles.
Ganz gleich, ob Filme über Krimi oder Katastrophen, Mord oder Mutterglück, Liebesdrama oder Lustspiel. In jeder noch so kleinen Idee steckt eine Geschichte, die gefunden und erzählt werden möchte. Und doch wird am Ende nicht aus jeder Idee auch eine Geschichte, die Emotionen beim Zuschauer weckt. Denn es braucht nicht nur eine Spürnase für das, was erzählenswert ist. Um ein Drehbuch für das Fernsehen oder das Kino oder die Theaterbühne zu schreiben, sind drei Dinge wichtig: Talent, Handwerkszeug und (Lebens)Erfahrung. Davon jedenfalls ein bisschen.
Das Schreiben selbst passiert häufig in zurückgezogener Stille, in höchster Konzentration, um den Kern zu finden, ihn vorsichtig freizulegen und schließlich in seiner ganzen Pracht zu präsentieren. Oder, wie in vielen Serienformaten, im Team, dem sogenannten Writersroom. Gemeinsam wird die Idee auseinander gepflückt, auf ihre Konsistenz geprüft und dann fällt der Startschuss für ein Abenteuer. Das Ende mag bekannt sein – aber der Weg dorthin ist wie das Leben selber. Voller Überraschungen, Hindernissen und Herausforderungen.
Deutschlands erste Telenovela erzählt die tragische Liebesgeschichte der blutjungen und bildschönen Bianca Berger, die lange unschuldig im Gefängnis saß, und dem ebenso jungen wie attraktiven – und verlobten – Gutshofbesitzer Oliver Wellinghof. Natürlich muss Biancas und Olivers heimliche Liebe unzählige Hürden in Form von Konflikten, Missverständnissen, Enttäuschungen, Lügen und Intrigen überwinden. Es gibt für beide moralische Entscheidungen zu treffen, die sie erst von einander entfernen, bevor sie schließlich doch vor den Altar treten dürfen, um einander die ewige Treue zu schwören.Hinter den Kulissen
Die Heldenreise von Bianca (Tanja Wedhorn) begann im Story Departement der Grundy Ufa in Babelsberg und schrieb Fernsehgeschichte. Dem ZDF bescherte die insgesamt 225 Folgen „Bianca – Wege zum Glück“ vom 1. November 2004 an sagenhafte Einschaltquoten von bis über 20%.
Aber wer weiß eigentlich, wer dahinter steckt? Wer sich all das ausdenkt? Wie ist der Weg von der Idee zum Quotenhit? Es sind wir Drehbuchautorinnen und Autoren, deren einziger Wunsch es ist, das Publikum in eine andere Welt zu entführen, es mit Romanik, Tragik und Humor zu verführen.
Mehr als ein Jahr arbeitete damals ein Team von 13 Schreiberlingen, alte Hasen und Neulinge Seite an Seite, um das Märchen vom Aschenputtel neu zu erzählen.
Zwanzig Jahre später werden kaum noch Karteikarten beschriftet, um die Struktur einer Folge zu sichtbar zu machen. Doch auch wenn inzwischen verstärkt auf digitale Hilfsmittel zurückgegriffen wird: Es braucht eine Idee, um eine Geschichte daraus zu entwickeln.
Drehbücher zu schreiben, ist eine Kunst. Ein Handwerk. Es ist lernbar.
Sie interessieren Sie für die Grundlagen des Storytellings? Sie unterrichten junge oder nicht mehr ganz so junge Menschen? Sie selber begeistern sich fürs schreiben?
Kontaktieren Sie mich gerne. Ich komme in Ihre (Schul)Klasse und nehme Sie mit in meine Welt des Films und des Drehbuchschreibens und freue mich auf Ihre Neugierde.

in „Bianca – Wege zum Glück“. Foto: Gorf