Wie entstehen eigentlich die Geschichten? Wieviel Einfluss hat die einzelne Autorin, was erzählt wird? Was bedeutet es, für eine sogenannte Weekly, eine wöchentlich ausgestrahlte TV-Serie zu arbeiten? Zumal wenn man nicht in dem Ort lebt (in diesem Fall Hamburg), an dem die Serie spielt?
Fragen, die mich damals nicht interessiert haben. Denn im Mittelpunkt steht immer die Geschichte als solche. Ob die Figuren um ihre große Liebe kämpfen müssen, ein Arzt die großen und kleinen Probleme seiner Patienten löst oder es darum geht, das eine oder andere veritable Verbrechen aufzuklären – das kann auf dem fiktiven Gut Wellinghof, im idyllischen Elmau oder an der Küste in Wismar oder Hamburg geschehen. Die Location gibt den Look. Aber was hilft das tolle Set, wenn die Geschichte langweilig ist?
Mein Chef bei einer großer Berliner Tageszeitung hat mir beim Einstellungsgespräch gesagt: „Die Geschichten liegen auf der Straße. Man muss sie nur sehen.“ Und tatsächlich sind viele meiner Drehbücher vom Leben inspiriert. Manchmal reicht ein Name. Oder ein gesellschaftlich aktuelles Thema. Manchmal ist es eine eigene Angst, eine persönliche Erfahrung, die verabeitet werden möchte. Kleine Geschichten, große Emotionen – das war immer meine Motivation, mich mit Themen wie selbstbestimmtes Sterben auseinanderzusetzen.
Die Angst vor der Situation, dass der eigene Vater sterben möchte, hat mich zu dieser Folge inspiriert.
Schauen Sie gerne hier Folge 95.